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GGL prüft ADI Predictstreet nach Werbeauftritten bei Fußballsendungen und auf KiKa

Geschrieben von Vera Müller · 11.8.2026

GGL prüft ADI Predictstreet nach Werbeauftritten bei Fußballsendungen und auf KiKa

GGL Untersuchung zu Werbung bei ADI Predictstreet in deutschen Medien

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat eine Untersuchung zu ADI Predictstreet eingeleitet nachdem Markenauftritte des Unternehmens während Fußballübertragungen und auf dem Kinderkanal KiKa beobachtet wurden und diese Entwicklung wirft Fragen zu Werberechten sowie zur Teilnahme deutscher Nutzer auf. Das Unternehmen gilt als offizieller Partner für Vorhersagemärkte im Rahmen der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 doch es betont dass keine gezielte Ansprache deutscher Zielgruppen erfolgt sei während die Behörde nun Details zu Werbepraktiken und rechtlichen Rahmenbedingungen klären will.

Hintergründe der regulatorischen Überprüfung

Beobachter berichten dass Werbespots und Markenhinweise von ADI Predictstreet in Sendungen auftauchten die auch jüngere Zuschauer erreichen und die GGL sieht sich dadurch veranlasst die Einhaltung bestehender Vorschriften zum Glücksspielwerbung zu prüfen. Experten weisen darauf hin dass der Glücksspielstaatsvertrag klare Regeln für Werbung vorgibt und die Behörde nun prüft ob diese Regeln bei der Präsenz auf öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Kanälen eingehalten wurden.

Die Untersuchung findet zu einem Zeitpunkt statt an dem die Vorbereitungen auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 laufen und ADI Predictstreet als Partner für Prognosemärkte positioniert ist. Vertreter des Unternehmens erklären dass die Plattform europaweit lizenziert sei und keine aktive Vermarktung in Deutschland betreibe doch die sichtbaren Auftritte haben die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörde geweckt.

Rechtliche Aspekte und Werberechte

Rechtliche Fragen drehen sich um die Zulässigkeit von Werbung für Vorhersagemärkte unter den geltenden deutschen Glücksspielgesetzen und die GGL untersucht ob deutsche Nutzer legal an solchen Plattformen teilnehmen dürfen. Die Behörde stützt sich dabei auf den Glücksspielstaatsvertrag der Werbung für nicht lizenzierte Angebote einschränkt und nun klären muss ob ADI Predictstreet in diese Kategorie fällt oder ob die bestehende Lizenz in anderen EU-Staaten ausreicht.

Regulatorische Prüfung von Prognosemärkten und Werbung in Deutschland

Vertreter der GGL haben bestätigt dass die Prüfung laufend ist und weitere Informationen zu Werbepartnern sowie zur Reichweite der Kampagnen eingeholt werden. Die Untersuchung könnte Aufschluss darüber geben wie Vorhersagemärkte künftig in Deutschland behandelt werden und ob Anpassungen an bestehenden Werberichtlinien erforderlich sind. Daten aus früheren Fällen zeigen dass ähnliche Prüfungen oft zu klareren Abgrenzungen zwischen erlaubten und verbotenen Werbeformen führen.

Position von ADI Predictstreet und FIFA-Partnerschaft

ADI Predictstreet hält an seiner Rolle als offizieller Vorhersagemarkt-Partner der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 fest und betont dass die Plattform in Ländern mit entsprechenden Lizenzen betrieben wird. Das Unternehmen weist darauf hin dass Werbemaßnahmen nicht auf deutsche Zuschauer ausgerichtet seien und technische sowie vertragliche Vorkehrungen getroffen wurden um eine Teilnahme aus Deutschland zu verhindern. Dennoch hat die Sichtbarkeit der Marke in Sendungen wie KiKa und Fußballübertragungen zu der aktuellen Untersuchung geführt.

Die FIFA-Partnerschaft bringt zusätzliche Aufmerksamkeit mit sich und Beobachter notieren dass Werbung im Umfeld großer Sportveranstaltungen häufig Grenzen der nationalen Regulierung berührt. Die GGL prüft nun ob diese Partnerschaft mit den deutschen Werbebeschränkungen vereinbar ist und ob weitere Schritte erforderlich werden. Die Behörde verweist auf ihre offizielle Seite gluecksspiel-behoerde.de für aktuelle Informationen zum Fortgang der Untersuchung.

Auswirkungen auf den Markt für Vorhersagemärkte

Die laufende Prüfung könnte Auswirkungen auf andere Anbieter von Prognosemärkten haben und zeigt dass die GGL Werbeaktivitäten auch außerhalb klassischer Glücksspielangebote genau beobachtet. In August 2026 stehen weitere Großereignisse an und die Entscheidungen der Behörde könnten als Präzedenzfall für zukünftige Partnerschaften mit Sportverbänden dienen. Statistiken aus früheren Untersuchungen deuten darauf hin dass klare Richtlinien die Anzahl unklarer Fälle reduzieren und für mehr Rechtssicherheit sorgen.

Teilnehmer an solchen Märkten müssen sich der rechtlichen Lage bewusst sein und die GGL betont dass vor einer endgültigen Klärung keine verbindlichen Aussagen zur Zulässigkeit getroffen werden können. Die Untersuchung bleibt auf die spezifischen Vorfälle mit KiKa und den Fußballsendungen fokussiert und soll die Einhaltung bestehender Vorgaben sicherstellen.

Fazit

Die Untersuchung der GGL zu ADI Predictstreet verdeutlicht die Herausforderungen bei der Regulierung von Werbung für Vorhersagemärkte in Deutschland und die Behörde arbeitet daran die relevanten Fakten zu sammeln. Die Entwicklung bleibt abzuwarten und weitere Mitteilungen werden über die offiziellen Kanäle der GGL erfolgen.